schulabbruch.jpgStadt erweitert dank EU-Förderung Hilfsangebot
Ob aus Null-Bock-Stimmung oder Schulangst: Auch in Braunschweig schwänzen immer mehr Schüler den Unterricht – ein Trend, auf den die Stadt nicht nur mit Bußgeldern reagiert: Verstärkt sollen Sozialpädagogen bei Schulverweigerern Motivationsarbeit leisten. Rund eine Million Euro werden dafür in den nächsten drei Jahren aus dem Europäischen Sozialfonds nach Braunschweig fließen. Geld, mit dem die Stadt eine neue Koordinierungsstelle finanzieren will: Fünf Sozialarbeiter werden sich vom nächsten Jahr an ausschließlich um Schulverweigerer und ihre Familien kümmern – und damit die 40 Bezirkssozialarbeiter unterstützen, in deren Ressort Schulverweigerung auch weiterhin fällt.

Fast 500 Dauerschwänzer

Die Zahl der angezeigten Fälle ist in den vergangenen Jahren bundesweit gestiegen – was auch am konsequenteren Vorgehen gegen unentschuldigtes Fernbleiben vom Unterricht liegt. 2007 sind in Braunschweig 486 notorische Schulschwänzer angezeigt worden. Drei Jahre zuvor waren es noch 350.
milchwirtschaft2.jpgAuf der Versammlung der Kreisbauernschaft Wesel in der Niederrheinhalle wurde mit offenen Karten gespielt. „Wir leben in einer Zeit äußerster Unsicherheiten. Uns Bauern geht es nicht anders als allen anderen Bürgern. Die Finanzkrise hat alle erschüttert.“ So leitete Kreislandwirt Wilhelm Neu aus Brünen den Abend ein. Prof. Klaus-Dieter Borchardt, Vize-Kabinettschef von EU- Agrarkommissarin Mariann Fischer-Boel, war zu Gast und brachte wichtige Informationen aus erste Hand mit.

Neu nannte den Zeitpunkt für den Besuch aus Brüssel ideal: „Wir sind sehr froh, dass unser Referent sozusagen am Vorabend des Gesundheitschecks mit uns über die Neuerungen diskutiert.“ Der so genannte Check setzt die umfassende Agrarreform von 2003 auf den Prüfstand.

Der Gesundheitscheck findet in der Nacht vom 19. auf den 20. November statt. Er ist keine neue Agrarreform, sondern eine Überarbeitung der Agrarreform von 2003 in allen 27 EU-Mitgliedsstaaten. „Wir wollen uns drei Themen stellen: Die Reformen sollen vereinfacht werden, wir wollen mehr Wettbewerbsanpassung und uns neuen Herausforderungen wie Bioenergie, Finanzkrise und Klimawandel stellen“, sagte Borchard. „Voraussichtlich wird die Energiepflanzenprämie abgeschafft, die Flächenstilllegungsprämie wird zusammengelegt und Cross Compliance soll enorm vereinfacht werden“, so der hochkarätige Experte.

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